„Rosengarten“ weicht 54 Wohnungen

(Kropp, 20.09.2017) Zur Zeit wird die ehemalige Gaststätte „Rosengarten“ auf dem Grundstück zwischen Rheider Weg und Ostlandkamp in Kropp abgerissen. Die Planungen für die weitere Nutzung der rund 9000 Quadratmeter großen Fläche sind bereits weit fortgeschritten.

Die Dachgenossenschaft für generationsübergreifendes Wohnen (DGW) plant dort 54 Wohnungen in sieben dreistöckigen Niedrigenergiehäusern.

In dem Wohnprojekt sollen Menschen unterschiedlichen Alters sowie Alleinstehende wie Familien gemeinsam leben. Besonderer Wert wird zudem auf die Barrierefreiheit gelegt.

Geplanter Baubeginn ist im Herbst dieses Jahres, die Fertigstellung ist bis zum Frühjahr 2019 vorgesehen. Das Investitionsvolumen liege bei rund zehn Millionen Euro, erklärt Siegfried Dresler, Vorstand der DGW, die das Grundstück Anfang April gekauft hat. Ein Teil der Wohnungen wird im Rahmen des sozialen und mietbegünstigten Wohnungsbaus errichtet und weniger als fünf Euro den Quadratmeter kosten, der andere Teil wird frei finanziert mit einem Quadratmeterpreis ab acht Euro. Durch diese Mischfinanzierung soll das Angebot für alle Bevölkerungsschichten zugänglich werden. Die Bewohner können die Wohnungen entweder mieten oder als Eigentum erwerben.
Die ehemalige Gaststätte „Rosengarten“ wird einer Wohnanlage Platz machen.
Die ehemalige Gaststätte „Rosengarten“ wird einer Wohnanlage Platz machen. Foto: kra


Ein erster Informationsabend zu dem Bauvorhaben hat in Kropp bereits stattgefunden. Ein weiterer ist am Dienstag, 9. Mai, um 19 Uhr im Forum geplant. „Bisher haben wir eine rege Nachfrage“, sagt Siegfried Dresler. Da die Häuser in drei Ausführungen errichtet werden können, haben künftige Nutzer noch die Gelegenheit, Einfluss auf die Grundrisse zu nehmen. „Bei der Größe der Wohnungen sind wir flexibel und können die Planung der jeweiligen Nachfrage anpassen“, erklärt er. Die derzeitigen Entwürfe sehen Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen vor, die zwischen 50 und 85 Quadratmeter groß sind und einen kleinen Garten oder eine Terrasse haben. Neben Spielflächen für Kinder sind großzügige Gemeinschaftsbereiche vorgesehen, in denen sich die Bewohner treffen können. In der gesamten Anlage sollen die Wege möglichst kurz sein und der Autoverkehr außerhalb der Wohnbebauung verbleiben.

Entsprechend dem Gedanken der Inklusion, dem sich auch die Gemeinde Kropp verschrieben hat, werden in alle Häuser Aufzüge eingebaut sowie in einem Haus voraussichtlich sechs rollstuhlgerechte Wohnungen eingerichtet. Dort wird der ambulante Pflegedienst der St. Hildegard gGmbH, eine Tochtergesellschaft der Stiftung Diakoniewerk Kropp, einen Stützpunkt einrichten. Die angebotenen Dienstleistungen können die Bewohner frei wählen und auf ihre Bedürfnisse anpassen.

Die Anlage wird im Niedrigenergiestandard KfW 55 gebaut, Beheizung und Warmwasserbereitung erfolgen über Pellets. Die Beleuchtung der Außen- und Gemeinschaftsbereiche wird von Solarstrom gespeist. Die Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen begleitet das Bauvorhaben, überwacht die Einhaltung der Kostengrenzen, nimmt Qualitätskontrollen vor und zertifiziert das Gebäude.
Sie wollen nichts mehr in Ihrer Region verpassen?
Dann testen Sie die Tageszeitung Schleswiger Nachrichten in der sh:z App auf dem Tablet, Smartphone oder PC. Einfach E-Mail Adresse eingeben und sofort 2 Wochen gratis die Digital-Zeitung lesen. Der Zugang endet automatisch.


Auszug aus SHZ
von Maike Krabbenhöft
erstellt am 27.Apr.2017 | 11:43 Uhr
– Quelle: https://www.shz.de/16677766 ©2017

Zu den aktuellen Bekanntmachungen

  • November 2017

    Ausgabe
    November 2017
    PDF, 8,0 MB

Veranstaltungstipps

Tetenhusen Wohlde Dörpstedt Groß Rheide Börm Bergenhusen Norderstapel Süderstapel Erfde Tielen Alt Bennebek Klein Bennebek Kropp Klein Rheide Meggerdorf