Moderne Feuerwache lockt Helfer an

(Kropp, 16.05.2018) Das Rettungszentrum in Kropp bietet Platz für sieben Fahrzeuge. Das neue Löschfahrzeug kommt im Juli.

Acht neue Mitglieder sind dieses Jahr bereits zur Kropper Feuerwehr gestoßen – dank des neuen Rettungszentrums, so Wehrführer Christoph Pautz. Nach einjähriger Bauzeit wurde die Fahrzeughalle mit sieben Stellplätzen, angeschlossenen Umkleide-, Sanitär- und Sozialräumen samt Technik für Schulungen eingeweiht. Die 72 Aktiven, darunter fünf Frauen, sind vor zwölf Tagen eingezogen. Jugendfeuerwehr und Big Band haben im Altbau nun eigene Räume.

Pautz dankte seiner Wehr dafür, dass sie die Einschränkungen der letzten Monate hingenommen und „ihre Aufgaben zu 100 Prozent erfüllt haben“. Bürgermeister Stefan Ploog habe als „Feuerwehr-Chef“ einen vorbildlichen Job gemacht. Kritischer wurde er gegenüber Land und Kreis: „Sie bedienen sich im Katastrophenfall der Feuerwehr – es wird Zeit, dass die Kommunen hier Unterstützung bekommen.“ Während aus der Privatwirtschaft eine Spende über 10 000 Euro den Kauf einer Kehrmaschine ermöglichte, muss die Gemeinde die Baukosten von rund drei Millionen Euro alleine tragen.

Von der Feuerwehrunfallkasse festgestellte Mängel am alten Rettungszentrum hatten den Neubau nötig gemacht. Räume und Sanitärbereich waren zu klein, die Halle hatte nur vier Stellplätze, Umkleiden fehlten ebenso wie getrennte Zu- und Ausfahrten. „Es war ein lang gehegter Wunsch unserer Feuerwehr, eine moderne Einsatzzentrale zu beziehen“, so Ploog.

Dafür dankte der Bürgermeister dem Architekturbüro Johannsen und Fuchs, „auch wenn ich es nicht verhehlen kann, dass es nicht immer rund gelaufen ist“. Ebenso bedankte er sich bei Handwerkern, Fachplanern, Verwaltungsmitarbeitern und Bauhofleiter Timo Petersen, der auch als Feuerwehrmann Expertise und Tatkraft eingebracht habe. Das neue Rettungszentrum mit Platz für sieben Fahrzeuge sowie eine zweite Besatzung des Rettungswagens „erhöht die Qualität der Notfallversorgung unserer Bevölkerung“.

Die Bürger könnten stolz auf das schicke Gebäude sein, sagte Torsten Geerdts, Staatssekretär im Innenministerium. Die kurze Bauzeit habe ihn beeindruckt. Auch dank der Notstromversorgung sei man anderen Feuerwehren weit voraus. „Sie haben erkannt, was Sie an Ihrer Feuerwehr haben und haben keine Kosten gescheut“, sagte er. Dies erleichtere die Suche nach Mitgliedern.

„Feuerwehren geben Dörfern eine Seele, fördern den Zusammenhalt und das kulturelle Leben“, schloss er und wünschte den Kameraden, „dass sie heil und gesund aus Einsätzen zurück kommen“.

Damit sie den Heimweg finden, überreichte Haddebys Amtswehrführer Malte Simonsen eine Wetterfahne. Eigentlich sei sie für Schleswig gedacht gewesen, „aber die waren noch nicht so weit“, sagte er. Es blieb nicht die einzige kleine Stichelei gegen die Schleistadt, in der zwei neue Feuerwachen entstehen. „In unserer Nachbarstadt sprechen sie seit Jahren darüber – wir schaffen das in zwei Jahren“, meinte Kreispräsident Ulrich Brüggemeier, zugleich Kropper Gemeindevertreter.

Nun kommt im Juli noch das neue Hilfeleistungsgruppenfahrzeug 20. „Dann kommen hoffentlich erstmal keine größeren Investitionen mehr“, so Wehrführer Christoph Pautz.

shz.de von Maike Krabbenhöft
16. Mai 2018, 10:00 Uhr
– Quelle: https://www.shz.de/19854671 ©2018

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