Geschichte und Wappen

Norderstapel wird in alten Chroniken als Tochterdorf Süderstapels bezeichnet. Die Namensgebung des 1462 erstmals urkundlich erwähnten Ortes lässt sich leicht erklären. Stapel nannte man nur das nahe gelegene Kirchdorf, das auch Gerichtsort für Stapelholm war, denn "Stapel" bedeutet "Gerichtssäule". Der Ortsname Norderstapel beschreibt die Lage des Dorfes nördlich von Stapel.

Dies erklärt auch das Nordertapler Wappen, unter dreimal eingebogenen goldenen Schildhaupt in Grün ein aufrechter, kurzer, oben und unten mit einem Knauf abschließender, in der Mitte sich verdickender, goldener Stab, der mit seiner unteren Hälfte einen silbernen Wellenbalken überdeckt. In historische Begründung deutet die goldene "Mörserkeule" auf die "Säule der Gerichtsbarkeit" .

Diese "Mörserkeule" prägt auch das Wappen der Gemeinde Süderstapel. Mit der Verwendung dieses Symbol möchte die Gemeinde Norderstapel ihre räumliche, kulturelle und gesellschaftspolitische Verbundenheit mit Süderstapel zum Ausdruck bringen.

Der Dreiberg im Schildhaupt symbolisiert den "Twiebarg", eine charakteristische Binnendüne, welche die kuppige Silhouette der Landschaft um Norderstapel prägt. Der grüne Hintergrund bezieht sich auf die Niederungsgebiete der umgebenden Flußlandschaft, der silberne Wellenbalken symbolisiert die Treene, die das Gemeindegebiet nach Norden und Westen begrenzt!

Norderstapel liegt im äußersten Südwesten des Kreises Schleswig-Flensburg, auf dem langgestreckten Geestrücken zwischen Wohlde und Bergenhusen im Osten und Seeth und Drage im Westen.

Umgeben von den Flüssen Eider, Sorge und Treene ist Norderstapel ein Paradies für Angler und Wassersportler. Vom "Twiebarg" aus, durch den die Straße nach Erfde führt, hat man einen herrlichen Blick über Norderstapel und seine Umgebung. Der Geest-Höhenrücken besteht überwiegend aus Sandflächen und verdankt seine Entstehung der dritten Eiszeit (Grund-, Endmoräne und Sander). Nach dem Abschmelzen des Eises entstanden die Urstromtäler von Eider, Treene und Sorge, die heute noch deutlich sichtbar sind und vom Umfang und Größe der Schmelzwasserströme Zeugnis ablegen.

Der ursrpüngliche Ortskern ist heute auf den ersten Blick nur noch schwer auszumachen. Die Hauptstraße als Hauptvervindung über den von Wohlde über Norderstapel bis nach Seeth sich hinziehenden Geestrücken berührt den ursprünglichen Ort auf südlicher Seite. Der alte Ortskern lag nördlich davon am Geestrand zur Treenemarsch hin.Im Mittelalter floss die Treene dicht an Norderstapel vorbei. Dort befand sich ein Hafen, der sogenannte Epenhafen, so dass sich der Ort zu seiner Enstehungszeit wohl eher zur Treene hin orientierte, die bis in das 17. Jahrhundert einen wichtige Verkehrsverbindung zwischen Nord- und Ostsee bildete.

Das Ortsbild ist geprägt durch reetgedeckte Bauernhöfe, teilweise schon im Friesenstil erbaut. Siebzehn landwirtschaftliche Betriebe sind im Gemeindegebiet aktiv. Kultureller Mittelpunkt der Gemeinde ist das Bauernhaus Jöns in der Schulstraße. Es wurde nachweislich 1526 erbaut und ist das zweitälteste Gebäude in Stapelholm.

  • Mai 2017

    Ausgabe
    Mai 2017
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Veranstaltungstipps

28. Mai 2017

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